Es gibt zahlreiche Modelle, die verschiedene Trauerphasen beschreiben. Allerdings ist das in der Begegnung mit Trauernden nur begrenzt hilfreich.

Viele Trauernde hören nicht gerne, dass sie

„loslassen müssen“. Das müssen sie auch nicht, vielmehr geht es darum, das Erlebnis des Verlusts in das eigene Leben zu integrieren und den Verstorbenen dauerhaft als innere Präsenz erleben zu können. Das meinen Menschen, wenn sie sagen „Ich trage sie / ihn in meinem Herzen“.

 

Nach dem Tod eines geliebten Menschen heisst es zunächst einmal, überhaupt zu begreifen was passiert ist.  

Vielleicht fühlt sich alles um einen herum völlig unwirklich an, die Seele schützt sich, indem sie sich weigert, die Realität anzuerkennen.

Irgendwann werden die vielen unterschiedlichen Gefühle der Trauer spürbar, manchmal erschrecken Menschen vor dem, was sie alles empfinden oder auch wie lange sie mit diesen teils heftigen Emotionen zu kämpfen haben.

 

Ich möchte Sie auf Ihrem persönlichen Weg durch diese schwierige Zeit ein Stück begleiten und unterstützen, damit sich ein gesunder Trauerprozess entwickeln kann.

Die gelebte Zeit mit dem Verstorbenen zu würdigen, die vielen Gefühle wahrzunehmen und zu verarbeiten, neu und anders wieder gut leben zu lernen: all dies sind die Aufgaben, bei denen eine professionelle Begleitung helfen kann.

Manchmal brechen auch nach Jahren alte Wunden auf, vielleicht ausgelöst durch ein weiteres erschütterndes Ereignis.

Auch dann kann es sehr hilfreich sein, unter therapeutischer Begleitung die Verlusterlebnisse noch einmal neu zu be- und verarbeiten.

 

 

 

 

Über das Stark-Sein

 

Viele Menschen sind überzeugt davon,

dass stark und tapfer sein bedeutet

an „etwas Anderes“ zu denken,

nicht über Trauer zu sprechen.

 

Aber wir wissen,

dass wirklich stark und tapfer sein bedeutet

an das Geschehene zu denken,

über das Gewesene zu sprechen,

bis unsere Trauer beginnt

erträglich zu werden.

 

Das ist wirklich Stärke,

das ist wirklich Mut,

und nur so wird

stark – und – tapfer – Sein

uns zur Heilung tragen.

 Sascha Wagner

 

 

Die Trauer ist nicht Folge unseres Schmerzes,

sondern bereits ein Heilmittel dagegen.

Leo Lohberger